Themen aus der Gemeinde im Überblick

Winterausblick aus einem Fenster

Der Jänner ist schon wieder vorbei und hatte uns mit eisigen Temperaturen und ein wenig Schnee fest im Griff. Anders als in den letzten Jahren ergeben sich dadurch auch Pflichten für Liegenschaftseigentümer:innen, für die Schneeräumung und Glatteisbekämpfung zu sorgen. Grundsätzlich ist dies gesetzlich geregelt, und die Räumungsverpflichtung bzw. die Verpflichtung zur Glatteisbekämpfung besteht. Da es jedoch immer wieder Anfragen am Gemeindeamt gibt, sei darauf hingewiesen, dass diese Räumungsverpflichtung nicht durch Strafen herbeigeführt werden kann – auch wenn diese Forderung immer wieder an uns herangetragen wird.

Denn obwohl die Verpflichtung besteht, vor der eigenen Liegenschaft zu räumen (unabhängig davon, ob ein Gehsteig vorhanden ist oder nicht), kommt es erst dann zu Anzeigen oder Verfahren, wenn tatsächlich etwas passiert. Diese Anzeigen erfolgen nicht durch die Gemeinde, sondern durch die zuständigen Exekutivorgane. 

  • Deshalb wie jedes Jahr unser Appell: Bitte kommen Sie Ihrer Räumungsverpflichtung bzw. der Glatteisbekämpfung nach, damit es gar nicht erst zu gefährlichen Situationen oder Unfällen kommt! 

Am Freitag, dem 30. Jänner 2026, findet in der Alten Spinnere die Angelobung von rund 230 Grundwehrdienern des Einrückungstermins Jänner 2026 statt. Ab 13 Uhr gibt es eine Waffenschau sowie Verpflegung aus der Gulaschkanone, um 15 Uhr folgt der feierliche Festakt mit großem Zapfenstreich. Sowohl das Bundesheer als auch die Marktgemeinde Pottendorf würden sich freuen, wenn viele Gäste kommen! 

Erst nach Redaktionsschluss dieser Gemeindezeitung werden die turnusgemäßen Neuwahlen bei unseren vier Ortsfeuerwehren abgeschlossen sein. Daher bringen wir einen Bericht darüber, wer künftig Verantwortung übernehmen wird, in der nächsten Ausgabe der Gemeindezeitung. Ich möchte mich jedoch bereits an dieser Stelle bei allen bedanken, die sich als Feuerwehrkommandant, Feuerwehrkommandant-Stellvertreter oder Verwalter:in zur Verfügung stellen. Dieses Engagement, das ehrenamtlich und ohne jegliche Bezahlung erfolgt, ringt mir, und ich glaube auch einem großen Teil der Bevölkerung, großen Respekt ab. 

Wer Führungsaufgaben übernimmt, steht immer im Fokus und (ob gerechtfertigt oder nicht) auch unter kritischer Beobachtung. Verantwortung zu übernehmen und diese dann auch zu tragen, ist deutlich schwerer, als es von außen oft aussieht. 

Der Umbau der ÖBB-Haltestelle Pottendorf/Landegg sowie der restlichen Pottendorfer Linie verläuft, vor allem aufgrund des Schienenersatzverkehrs, derzeit nicht optimal. Dessen sind sich auch die ÖBB bewusst. Viele Beschwerden dazu werden auch an die Gemeinde herangetragen. Wir versuchen dann, diese „Aufgabenstellungen“ entsprechend an die ÖBB weiterzugeben, um Lösungen zu ermöglichen. Die Situation ist auch aufgrund von Einsprüchen und den damit verbundenen mehrfachen Verschiebungen von Maßnahmen herausfordernd. 

Damit die ÖBB jedoch reagieren und handeln können, ist es notwendig, dass Anliegen sowohl direkt an die ÖBB als auch gerne an die Gemeinde herangetragen werden. Da überall Menschen arbeiten, die an Lösungen arbeiten, ersuchen wir dabei um einen wertschätzenden Umgang und darum, auf persönliche Beleidigungen zu verzichten. Alle Beteiligten bemühen sich wirklich, und hoffentlich sind die Arbeiten (vor allem im Bahnhofsbereich) Mitte 2027 vollständig abgeschlossen. 

Aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Notwendigkeit, aus der Nutzung fossiler Brennstoffe auszusteigen, haben wir, wie bereits berichtet, den Weg eingeschlagen, den Bau eines oder in weiterer Folge mehrerer Fernheizwerke zu forcieren. Deshalb wurde im Gemeindevorstand einstimmig beschlossen, die Firma Spectra Today GmbH mit einem Bürgerbeteiligungsmodell sowie mit der Ausschreibung für den Heizwerkbau zu beauftragen. 

Der erste Teil soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein, danach sind Ausschreibung und Beauftragung vorgesehen. Die Spectra Today GmbH wird daher im Jahr 2026 ihre Bürotätigkeit im Wächterhaus im Schlosspark aufnehmen und als zentrale Anlaufstelle dienen. Ich freue mich, dass gemeinsam mit der KEM/KLAR das Wächterhaus genutzt wird. Eine Nachnutzung, insbesondere für kulturelle Zwecke für die gesamte Region, ist angedacht.

Für das Jahr 2026 einige größere, aber auch kleinere Projekte in unserer Gemeinde geplant. Je nach finanzieller Möglichkeit wird ein Projekt nach dem anderen abgearbeitet, das heißt ausgeschrieben und beauftragt. Diese Vorgänge verteilen sich stets über das gesamte Jahr und werden rechtzeitig in der Gemeindezeitung kommuniziert. Nicht alles, was angedacht ist, wird daher bereits zu Jahresbeginn beauftragt. Ich erwähne dies auch deshalb, weil es immer wieder Rückfragen gibt, warum das eine oder andere Projekt noch nicht umgesetzt wurde, obwohl es grundsätzlich bereits beschlossen ist.

31.01.2026